Mit der Neulistung von Château la Calisse nehmen wir erstmals ein Weingut aus der Provence in unserem Sortiment auf. Ein Anbaugebiet, mit dessen Weinen wir uns oftmals schwer tun, denn Preis und Genuss stehen in zahlreichen Fällen in einem sehr unausgewogenen Verhältnis zu Lasten des Verbrauchers.

Nicht so bei Patricia Ortellis Château la Calisse. Mittlerweile ist es der vierte Jahrgang in Folge, den wir mit großer Freude verkostet haben. Nach zwei abschließenden Gebietsverkostungen (insgesamt mehr als 50 Rosé, davon alleine acht aus der AOC Coteaux Varois en Provence) im Februar 2018, stand die Entscheidung, die Weine zu importieren, fest.

Die konstanten Qualitäten, stets hochintensive Fruchtnoten und eine durchweg regulierend eingreifende Frische in Form von Säure und minzig kühler Ätherik, gaben den Ausschlag. Das Weingut liegt in einem Seitental des Weinbaugebiets «Coteaux Varois en Provence», welches Teil der Appellation Côtes de Provence ist und befindet sich auf etwa 380 Metern ü.Nn und knapp 15 Km nördlich von Brignoles. 1991 wurde das Weingut von Patricia Ortelli erworben und komplett neu ausgerichtet.

Hierzu wurden alle Weinberge gerodet und in klar abgegrenzte Parzellen aufgeteilt. Im Boden findet sich ein auffallend großer Anteil an Kalkstein, welcher das Erdreich deutlich aufhellt. Die Bepflanzung wurde in Nord-Süd Ausrichtung vorgenommen, die Weinberge von Beginn an biologisch bewirtschaftet. Das ECOCERT-Zertifikat folgte 1996 (FR-BIO-01). Von den sechs angepflanzten Rebsorten werden drei zur Weißweinbereitung verwendet (3,7 Hektar, 15.000 Flaschen, Rolle, Grenache Blanc & Clairette) und drei dienen der Vinifizierung von Rosé- und Rotweinen (7,5 Hektar, 20.000 Flaschen Rosé und 15.000 Flaschen Rotwein, Syrah, Grenache, Cabernet Sauvignon). Aus einer kleine Parzelle Muscat kommen ein reinsortiger, trockener Muscat sowie ein Rosé aus Merlot und Muscat, die wir in diesem Jahr leider noch nicht anbieten können. Durch konsequente Grünlese werden die Erträge zum Wohle der Qualität reduziert. Sie liegen mit durchschnittlich 30-35 Hektoliter/Hektar deutlich unter der vorgeschriebenen Höchstmenge von 55 Hektoliter/Hektar. Die Lese findet ausschließlich per Hand statt. Die vollreifen Trauben werden in 20 Kg fassende Boxen gelesen.

Im modernen Keller wird in temperaturkontrollierten Tanks vergoren (Weiß- und Roséweine) und keinerlei Aromahefe zugesetzt. Der Wein bleibt bis zur Füllung auf der Feinhefe. Die Weiß- und Roséweine vereint ein beinahe verschwenderisch gefülltes Bouquet im Duft. Aromen, die wir als Referenz für Weiß- und Roséweine aus der Provénce nennen würden. Dazu ein sehr saftiges, einladendes und animierendes Mundgefühl, das durch die Bank mit kühler Ätherik im Finish abgeschlossen wird. Aromatische Fülle und kühle Struktur in perfekter Balance.

Namhafte Referenzen
Als Referenz dienen dem Weingut namhafte Restaurants entlang der Côte d‘Azur oder in Paris, wie z.B. *** «Louis XV» (Alain Ducasse, Monaco), *** «Le petit Nice» (Gérald Passedat, Marseille), das «Hôtel du Cap-Eden-Roc» aus der Oetker-Kollektion (Antibes) oder *** «Alain Ducasse au Plaza Athénée» (Paris), um nur die klangvollsten zu nennen.