«JOHANNES TRAPL» / Stixneusiedl / Carnuntum

DAS WEINBAUGEBIET CARNUNTUM
40 Kilometer östlich von Wien liegt das Niederösterreichische Weinbaugebiet Carnuntum. Es erstreckt sich bis an die Grenze der Slowakei und zählt gerade einmal 146 Betriebe, die sich 906 Hektar Anbaufläche teilen. Hier überwiegen schwere Böden aus Lehm und Löss, auf denen vornehmlich Zweigelt und Blaufränkisch kultiviert werden. Als Filetstück darf dabei der Spitzerberg westlich von Bratislava hervorgehoben werden. Dieser Ausläufer der kleinen Karpaten wird durch Kalkstein und Schiefer aufgebaut und ist mit lediglich 300mm Niederschlag pro Jahr sehr trocken. Die kleinparzelligen Weinberge sind auf 100 Hektar zwischen 185 und 200 Meter über dem Meeresspiegel angelegt und durch die Winde vom Neusiedlersee bestens durchlüftet. Diesem verringerten Fäulnisrisiko ist es zu verdanken, dass die Weine langsam und komplett ausreifen können, ohne dabei übermäßig viel Zucker anzureichern, was in der Folge zu hohen Alkoholwerten führen würde. Zudem konzentrieren die ertragsschwachen alten Reben ihre ganze Kraft in die wenigen Beeren, die sie an ihren knorzigen Stöcken noch tragen. So reduziert die Natur von sich aus Trapls Erträge am Spitzerberg auf 25 bis 28 Hektoliter pro Hektar. Kein Wunder also, dass seine Weine vom Spitzerberg sinnbildlich für seine Philosophie stehen: Etwas mehr Frische, lebendiger. Vielleicht nicht massentauglich, aber in ihrer Feinheit und Vielschichtigkeit Entdeckungen für Genießer.
VERLIEBT IN DEN SPITZERBERG - AUF UMWEGEN
Dass Johannes heute eine solch klare Philosophie verfolgen und selbst gestalten kann, ist nicht einfach die Folge aus der Übernahme eines elterlichen Betriebes. Vielmehr gab es einige Weichen auf seinem Lebensweg, an dem er zumindest darüber nachgedacht hat, eine andere Richtung einzuschlagen. So absolvierte er die Weinbauschule in Klosterneuberg eigentlich mit der Absicht, später einmal in der Wein- und Lebensmittelkontrolle tätig zu sein. Doch zunächst folgte im Jahr 1998 ein Praktikumsaufenthalt in Kalifornien bei Cardinale. Die knapp bemessene Freizeit nutze er, um gemeinsam mit anderen Praktikanten Weingüter zu besichtigen und infizierte sich mit dem «Weinvirus». Das Angebot, Assistant Winemaker zu werden und fest bei Cardinale einzusteigen, schlug Johannes aus und kehrte zurück in die Heimat. Dort angekommen, stand er vor der schwierigen Entscheidung, den weiteren Weg des elterlichen Betriebes vorzugeben. Die gemischte Landwirtschaft nannte gerade einmal ein halbes Hektar Weinberge ihr eigen. Zu wenig für eine berufliche Zukunft. So heuerte er beim frisch gegründeten Weingut Muhr-van der Niepoort im Nachbardorf an und war verantwortlich für den Zukauf der Trauben. In dieser Zeit lernte er die Weinbauern der Region und deren Flächen bestens kennen. Ideale Voraussetzungen, um nach und nach die eigenen Weinberge behutsam zu erweitern. Im Jahr 2003 wagte Johannes dann den Schritt in die Selbständigkeit und errang bereits im ersten Jahr nach der Gründung den Sortensieg in der Kategorie Blaufränkisch bei der Falstaff Rotweingala. Gemeinsam mit seiner Frau Melanie entwickelte er in der Folge den Betrieb beharrlich weiter. Dem Neubau des Weinguts folgte die BIO-Zertifizierung der Weinberge im Jahr 2010, sechs Jahre später schließlich auch die noch nicht zertifizierten Bestandteile des Weinguts.
AUSGEFEILTE TECHNIK
Im Weinberg verzichtet Johannes zu Lasten des Ertrages auf Mineraldünger und arbeitet mit intensiver Begrünung sowie eigens erzeugtem Kompost. Die feinfühlige Laubarbeit lässt die Trauben langsamer reifen, was zu intensiveren Aromen führt. Letztere spielen beim Festlegen des Lesezeitpunktes die entscheidende Rolle. Denn seit 2006 verzichtet Johannes auf das Benutzen eines Refraktometers. Ausschließlich der Geschmack legt den Zeitpuntk der Ernte fest. Dadurch beginnt sie relativ zeitig mit einer ersten Selektion, was Wüchsigkeit und Triebstärke reduziert. Entsprechend zeigen sich die Trauben des zweiten Lesedurchgangs zwar mit voller Aromatik, dabei allerdings geschmacklich kühler und «ohne Babyspeck». Eine enorme Arbeit, die jedoch von extremer Wichtigkeit für den frisch-saftigen Stil des Weinguts ist. Im Keller gibt Johannes seinen Weinen in erster Linie Zeit. Sei es die Gärung, die im kalten Winter auch einmal stehen bleiben darf oder auch die Reife in den Fässern, Tanks und Amphoren, bis der Wein die Kinderschuhe ausgezogen hat. Das herausragendes Merkmal sind die niedrigen Alkoholwerte im Zusammenspiel mit hochintensiver Aromatik und reifer, dennoch griffig saftiger Säure.

 

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2017

Sankt Laurent
«Reserve»

Johannes Trapl
Carnuntum / Österreich
16,80 €
22.40 €/ltr.inkl. 19% USt. / zzgl. Versandkosten
2018

Grüner Veltliner
«Karpatenschiefer»

Johannes Trapl
Carnuntum / Österreich
16,80 €
22.40 €/ltr.inkl. 19% USt. / zzgl. Versandkosten
2018

Carnuntum
«weiss»

Johannes Trapl
Carnuntum / Österreich
10,90 €
14.53 €/ltr.inkl. 19% USt. / zzgl. Versandkosten
2017

Blaufränkisch
«Reserve»

Johannes Trapl
Carnuntum / Österreich
16,80 €
22.40 €/ltr.inkl. 19% USt. / zzgl. Versandkosten
2017

Zweigelt
«Stixneusiedl»

Johannes Trapl
Carnuntum / Österreich
14,90 €
19.87 €/ltr.inkl. 19% USt. / zzgl. Versandkosten
2017

Carnuntum
«rot»

Johannes Trapl
Carnuntum / Österreich
10,90 €
14.53 €/ltr.inkl. 19% USt. / zzgl. Versandkosten
Weinpaket

Auffüllpaket «Carnuntum weiss & rot»
 

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